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„I“ wie Inklusion und Wege der Kooperation

29. September 2020

Die DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH ist ein Tochterunternehmen der Deutschen Bahn AG mit 7.500 Mitarbeitenden an bundesweit 13 Standorten, dem Ältesten mit Gründung in 1861, in Neumünster.
Am 29.01.2020 fand unter der Überschrift „Inklusion“, die Jahresversammlung der schwerbehinderten, gleichgestellten und leichtbehinderten Mitarbeitenden der DB
Fahrzeuginstandhaltung GmbH am Standort Neumünster statt.
Das Berufsbildungswerk Neumünster kam der Einladung der verantwortlichen DB Mitarbeiter gerne nach, sich als Träger der beruflichen Rehabilitation vorzustellen. Der Bereichsleiter der Ausbildung, Frank Pichler, informierte die 80 geladenen Gäste über das Leistungsangebot, die Zielgruppe und die Herausforderungen eines Berufsbildungswerkes.
Von besonderem Interesse war der Bericht über einen Auszubildenden im Berufsbildungswerk Neumünster, der seit August 2019 eine theoriereduzierte Ausbildung nach §66 BBiG im Bereich Metall absolviert. Der junge Mann mit einer Autismus-Spektrums-Störung hatte zuvor in einem Schülerpraktikum bei der DB Fahrzeuginstandhaltung in Neumünster einen sehr guten Eindruck gemacht und die Betreuer von seiner Leistungsfähigkeit überzeugt. Es folgte eine Anfrage des Integrationsdienstes Kiel an Herrn Pichler vom BBW Neumünster, ob hier die theoriereduzierte Ausbildung zum Metallbearbeiter stattfinden kann, mit der Option der Beschäftigung bei der DBFahrzeuginstandhaltung GmbH nach erfolgreicher Ausbildung.

Nach einem gemeinsamen Infogespräch mit dem jungen Mann, dessen Eltern, der Vertreterin des Integrationsdienstes Kiel und der personalverantwortlichen Mitarbeiterin der Bahn, im Berufsbildungswerk Neumünster, konnte der Plan einer Kooperation näher durchleuchtet und strukturiert werden. Vor allem brauchte es die Zustimmung des Rehabilitanden, am
Berufsbildungswerk Neumünster eine Ausbildung zum Metallbearbeiter machen zu wollen. So erfolgt, mussten im weiteren Verlauf die Förderschwerpunkte und der weitere Maßnahmenverlauf, hier vor allem anvisierte Praktika und Phasen der verzahnten Ausbildung mit Berufsbildungswerken (VAmB), festgelegt werden.
Durch die gemeinsamen Gespräche konnten weitere Formen der Kooperationen mit der DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH besprochen werden und schnell stand fest, zukünftig in
feststehender Partnerschaft von Ausbildung und Beschäftigung miteinander arbeiten zu wollen.

So sollen Auszubildende der verschiedenen Ausbildungsbereiche des BBW über die unterschiedlichen Praktikumsformen, wie dem Integrationspraktikum, bei der DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH, die Chance haben, sich dem potentiellen zukünftigen Arbeitgeber zu präsentieren. Auch Rehabilitanden der Berufsvorbereiten Bildungsmaßnahme (BvB) können durch Praktika erste Erfahrungen in Wirtschaftsbetrieben sammeln und gegebenenfalls nach diesen, direkt in Ausbildung außerhalb des BBW zu gehen.
Aus Sicht des Berufsbildungswerkes Neumünster und seiner Rehabilitanden können durch solche Formen der Kooperationen sehr passgenaue Förderangebote, mit Blick auf Integration am ersten Arbeitsmarkt, gemacht werden.