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Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB)

Die Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB) gliedert sich in drei Stufen: die Eingangsanalyse, die Grundstufe und die Förderstufe.
In der Eingangsanalyse werden Stärken und Schwächen ermittelt und diverse Berufsfelder (Holz, Metall, Technisches Produktdesign, Farbe, Hauswirtschaft und Büro) vorgestellt. Mit Hilfe einer systematischen Diagnostik wird gemeinsam mit dem Rehabilitanden ein Qualifizierungsplan erarbeitet, der die Neigungen und Eignungen des Rehabilitanden angemessen berücksichtigt.
In der Grundstufe erfolgt zunächst eine Rotation durch drei Werkstattbereiche. Im Anschluss findet eine vertiefende Förderung in einem Arbeitsfeld statt. Qualifizierungs- und Rehaplanung sowie die umfassende Diagnostik werden während der gesamten Maßnahme laufend fortgeschrieben.
In der anschließenden Förderstufe werden Qualifizierungsbausteine vermittelt, die Möglichkeit angeboten, den Hauptschulabschluss zu erwerben sowie an Betriebsbesichtigungen und -Praktika teilzunehmen. Zudem werden die Elemente der Grundstufe fortgeführt. Optional kann im Anschluss die Übernahme in die Übergangs- bzw. Stabilisierungsphase erfolgen. Ziel der BvB ist der Übergang in eine Ausbildung oder in Arbeit.

BvB beginnt in der Regel im September eines Jahres und dauert nach gegenwärtigem Stand der Vorgaben der Bundesagentur für Arbeit max. 11 Monate.

Arbeitserprobung (AP)

Die Arbeitserprobung hat das Ziel zu prüfen, ob Sie für ein Arbeitsfeld die notwendigen praktischen, theoretischen und psychischen Fähigkeiten mitbringen. Die Maßnahme geht über einen Zeitraum von 20 Arbeitstagen. In der Regel haben die Rehabilitanden einen konkreten Berufswunsch und bringen die notwendigen Arbeitstugenden, häufig auch Vorerfahrungen in diesem Berufsfeld, mit. Eine Arbeitserprobung bieten wir in den Bereichen Holz, Metall, Technisches Produktdesign, Farbe, Hauswirtschaft und Büro an.
Sind sowohl die psychische Belastbarkeit für eine Ausbildung als auch die fachliche Eignung gegeben, kann eine Ausbildung empfohlen werden. Bei Bedarf kann auch eine andere Vorgehensweise, z.B. die Teilnahme an einer längerfristigen Berufsvorbereitung, geeignet sein.

Eignungsabklärung

Eine Eignungsabklärung dient der beruflichen Orientierung. Je nach individueller Voraussetzung und Belastbarkeit kann diese Maßnahme entweder 20 oder bis zu 60 Arbeitstage umfassen.

Während der 20-tägigen Eignungsabklärung lernen Sie alle angebotenen Werkstattbereiche (Holz, Metall, Technisches Produktdesign, Farbe, Hauswirtschaft und Büro) kennen und können sich ein erstes Bild von den verschiedenen Berufsfeldern und den Anforderungen eines Arbeitstages machen.
Ziel des Lehrgangs ist, Interesse und Motivation für eine berufliche Maßnahme zu wecken, die psychische Belastbarkeit sowohl hinsichtlich der Arbeitsanforderungen als auch der Anforderungen in der sozialen Interaktion zu erproben und zu klären, welche weiteren beruflichen Fördermaßnahmen sinnvoll und notwendig sind. Bei positivem Verlauf kann sich beispielsweise eine BvB-Maßnahme mit anschließender Option auf eine Ausbildung anschließen.

Bei einer 60-tägigen Eignungsabklärung setzt die Arbeitsagentur in der Regel voraus, dass Sie die notwendigen Voraussetzungen für eine Ausbildung erfüllen, jedoch noch nicht geklärt ist, für welchen Beruf Sie Eignung und Neigung mitbringen. Daher stellt die Berufsfindung eine gute Möglichkeit dar, eine fundierte Berufswahl zu treffen.
Während der ersten fünf Wochen findet wochenweise eine Rotation durch die fünf zur Verfügung stehenden Werkstattbereiche Holz, Metall, Technisches Produktdesign, Farbe, Hauswirtschaft und Büro statt. Am Ende der 5. Woche wird in einem Auswertungsgespräch gemeinsam eine Entscheidung darüber getroffen, in welchem Berufsfeld die weitere Förderung und Vorbereitung auf eine mögliche Ausbildung stattfinden soll, jeweils abhängig von den gezeigten Fähigkeiten und Neigungen. Die restliche Zeit der Eignungsabklärung verbringen Sie in der Regel dann in diesem Werkstattbereich. Bei positivem Verlauf kann sich an diese Maßnahme eine Ausbildung anschließen. Ist dies nicht der Fall, wird eine andere Perspektive mit Ihnen erarbeitet.